Das Pfarramt ist in der Woche vom 31.08. bis 13.09.2026 nicht dauernd besetzt. Bitte sprechen Sie auf unseren Anrufbeantworter, falls Sie uns nicht erreichen.
Nachgedacht
Es geht durch unsre Hände…
Am Erntedanksonntag werden unsere
Kirchen wieder bunt geschmückt mit heimischem
Obst, Gemüse und Blumen aus
dem Garten. Für viele Menschen – ob
Hobbygärtner oder Landwirtin – ist es
Ehrensache, von der eigenen Ernte etwas
dazu beizutragen. Aber vermutlich fällt
für manche der Beitrag in diesem Jahr
sparsamer aus als ursprünglich geplant.
Auf manchem Feld ist das Korn bei
Rekordtemperaturen und Dürre in diesem
Sommer vertrocknet. Andernorts
hat ein Sturzregen alles überschwemmt,
oder Schädlinge haben sich über die
Früchte hergemacht. Und einigen hat es
die Ernte im wahrsten Sinn verhagelt. Die
Wetterkapriolen sorgen oft für böse
Überraschungen; für manche hat das tatsächlich
existentielle Folgen.
Wer im Spätsommer reiche Ernte einfahren
will, muss viel dafür mitbringen:
Erfahrung und Know-How, teure Maschinen
und Technik, körperlichen Einsatz
und viel, viel Zeit. Und selbst wenn die
Voraussetzungen optimal sind, muss man
immer wieder erleben: Wir haben nicht
alles in der Hand. Manchmal kann eine
Laune der Natur die Arbeit von vielen
Wochen in einem kleinen Augenblick zerstören.
Deshalb feiern wir Erntedank! Wir danken
Gott dafür, dass er uns eine (mehr
oder weniger) reiche Ernte beschert hat.
Dass es Menschen gibt, die sich mit ihrer
Arbeitskraft und ihrem Fachwissen dafür
einsetzen, dass wir genug zu essen haben.
Dass wir vor den ganz schlimmen Katastrophen
verschont geblieben sind. Dass
die allermeisten mehr haben, als sie zum
Leben brauchen. Das ist alles nicht selbstverständlich.
Nur weil Gott seinen Segen
auf unsere Arbeit legt, kommt am Ende
etwas Gutes dabei raus. Oder, wie es in
dem bekannten Erntedanklied „Wir pflügen
und wir streuen“ heißt: „Es geht
durch unsre Hände, kommt aber her von
Gott.“
Einen Auszug einer etwas anderen
„Ernte“ sehen Sie auf dem folgenden Bild: eine kleine Auswahl von 120 Kirchenboten-Titelseiten. Die Ausgabe Oktober bis November 2026 Jahrgang 32 / Nr. 120, ist die letzte ihrer Art – im Advent soll der neue regionale Gemeindebrief zum ersten Mal erscheinen.
Wir sind dankbar, dass es den „alten“ Kirchenboten über dreißig Jahre lang gab, dass er Informationen weitergegeben und Gemeindeglieder zusammengeführt
hat. Wir sind dankbar für all die Arbeit, die die Verantwortlichen Ausgabe für Ausgabe hineingesteckt haben (von der man immer nur einen kleinen Teil sieht) und dafür, dass die Gemeindeglieder das Ganze auch noch lesen wollten.
Und vor allem sind wir dankbar, dass
Gott seinen Segen auf diese Arbeit gelegt
hat. Es geht durch unsre Hände, kommt
aber her von Gott. Pfarrerin Helga von Niedner